Strompreisvergleich

Strompreisvergleich


Nachdem einige deutsche Atomkraftwerke abgeschaltet wurden, drohen die großen Stromanbieter auf dem deutschen Markt wieder mit Preiserhöhungen, obwohl ist die letzte Preiserhöhung noch gar nicht lange her. Wer bisher noch bei dem regionalen Grundversorger angemeldet ist, kann bei einem Wechsel des Stromanbieters seine Haushaltskasse um einen beachtlichen Betrag entlasten. Der Wechsel vom Grundversorger ist grundsätzlich mit einer Frist von sechs Wochen zum Monatsende möglich, wurde ein abweichender Tarif abgeschlossen, können andere Fristen gelten. Der Vertrag mit dem bisherigen Stromanbieter sollte niemals selbst gekündigt werden, es sei denn, der neue Versorger fordert explizit dazu auf. In der Regel werden sämtliche Modalitäten mit dem alten Anbieter vom neuen Lieferanten übernommen, der Kunde muss sich um nichts kümmern. Bei einem Anbieterwechsel entstehen keine Kosten für den Kunden. Es ist kein Techniker notwendig, die Belieferung vom neuen Anbieter startet automatisch zum festgelegten Zeitpunkt. Niemand, der seinen Stromanbieter wechselt, muss befürchten, während des Wechsels plötzlich ohne Strom dazustehen. Wenn alle Stricke reißen, greift der Grundversorger ein und liefert weiterhin bzw. übergangsweise. Diese Versorgung ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine Verzögerung des Wechsels um den Zeitraum, in dem der Grundversorger den Kunden beliefert, bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin.


Worauf sollte beim Strompreisvergleich geachtet werden?

Wer seine derzeitigen Energiekosten vergleichen möchte, sollte im Vorwege einige Daten bereitstellen, die für eine korrekte Berechnung benötigt werden. Am besten sucht man sich die letzte Jahresrechnung vom aktuellen Stromanbieter heraus, auf welcher alle relevanten Informationen angegeben werden. Wenn sich seit der letzten Abrechnung größere Änderungen im Verbrauch ergeben haben, sollten diese ebenfalls berücksichtigt werden. Die Richtwerte, die im Internet gefunden werden können, weichen in der Realität leider recht häufig ab, der durchschnittliche Verbrauch liegt bei vielen deutlich über den Richtwerten, die sich an der Personenzahl im Haushalt orientieren.

Aktuell gibt es mehr als 500 verschiedene Anbieter auf dem Markt, daher sollte bei einem Strompreisvergleich auf jeden Fall mindestens ein Vergleichsrechner aus dem Internet genutzt werden. Allerdings sind nicht alle Stromanbieter bei allen Rechnern gelistet, wer ganz sicher gehen will, sollte noch ein zweites Ergebnis einholen, um auch sicher den günstigsten Stromanbieter herauszusuchen. Einige Anbieter werden auch grundsätzlich in gar keinem Vergleichsrechner gelistet (z. B. einige Strom-Genossenschaften), eine zusätzliche Recherche kann also durchaus sinnvoll sein.

Ein weiterer Faktor für den Vergleich ist die Zusammensetzung der Energiequellen, aus denen der Strom bezogen wird. Es gibt einige Anbieter, die neben normalen Tarifen auch spezielle Ökostrom-Tarife anbieten, bei denen der Strom ausschließlich aus regenerativen Energien erzeugt wird. Diese sind in der Regel leider noch etwas teurer als normale Tarife, sorgen aber für ein gutes ökologisches Gewissen. Übrigens: Auch bei Wahl eines Öko-Strom Tarifs kommt weiterhin auch Strom aus anderen Quellen aus der Steckdose. Die Anbieter verpflichten sich lediglich, genau die Bedarfsmenge an Öko-Strom ins Netz einzuspeisen.